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Griechenland

SANTORIN! Das ist so ein schöner Name. Ich Tüte, der kleine neugierige Bär wollte zu gerne wissen, was das ist: Santorin. Mein Freund Sascha erklärte mir: „Das sind Inseln, die durch einen fürchterlichen Vulkanausbruch entstanden sind.“ Zusammen mit Christin flogen wir drei nach Griechenland zu den Inseln im Ägäischen Meer. So heißt der Teil des Mittelmeeres zwischen Griechenland und der Türkei. Unter mir sah ich aus meinem Flugzeugfenster eine Insel nach der anderen. Sie waren unterschiedlich groß, aber von so weit oben, wie das Flugzeug flog, sahen sie ziemlich gleich aus. Ja und dann? Meine Düsenmaschine ging langsam nach unten in Richtung Wasser und aus dem Wasser ragten eine größere und zwei kleinere Felseninseln. Die drei Inseln bildeten einen großen runden Kreis. Der Kreis ist voll Wasser und in der Mitte ein schwarzbrauner Klecks, eine vierte Insel.

Unter mir lag mein Reiseziel Santorin. Auf der größten der vier Inseln landeten wir. Dabei war es recht stürmisch und mein Flieger wackelte und schaukelte wie ein Spielzeug vor der Landebahn hin und her bis die Räder mit einem kräftigen Bummser aufsetzten.
Ich wollte natürlich wissen, wie ein Vulkan dieses kreisrunde Inselgebilde aus Stein fabriziert hat. Santorin war auch mal ein richtiges Stückchen Land. Eine perfekte Insel, aber mit einem Vulkan in der Mitte.

Vor 3636 Jahren, also 1625 Jahre bevor Jesus Christus geboren wurde, explodierte der Vulkan. Er schleuderte so viel glühendes flüssiges Gestein (das flüssige Zeug heißt Magma) in die Luft, so dass unter der Inseloberfläche ein riesiges Hohlraum wie eine ganz ganz große Höhle entstand. Als diese Riesenhöhle zu groß wurde, krachte sie in sich zusammen und der größte Teil der Insel verschwand im Meer. Übrig geblieben sind die Seitenwände der Höhle, drei Inseln mit einem elf Kilometer großen See zwischen ihnen.

Den schwarzbraunen Klecks in der Mitte gab es erstmal noch nicht. Jetzt ist er aber da und wie entstand diese vierte Insel? Die Höhle stürzte ein, aber aus dem Vulkanloch – richtig heißt das: „Vulkanschlot“ – sprudelte weiter flüssiges Gestein und glühende Lava. Am und über dem Vulkanschlot entstand eine neue Insel: Der Klecks im runden See.

Mit einem Boot bin ich auf die Insel gefahren und im scharfkantigen schwarzen und braunen Lavagestein herum spaziert. Plötzlich stank es entsetzlich nach Schwefel; erfaulte Eier stinken auch so. Ich ging dem Gestank nach und landete an mehreren kleinen Löchern im Gestein aus denen ein heißer Schwefelgeruch in meine Nase zog. Nun stand ich, Tüte der kleine Bär, am Vulkanschlot, durch den auch heute noch aus dem Inneren der Erde heiße Gase steigen.

Auf die felsigen Höhlenränder, auf die Inseln Santorin haben die Santoriner kleine Städte gebaut. Die Häuser und engen Gassen sind alle blendend weiß angestrichen. Trepp auf Trepp ab kam ich an vielen alten und neuen griechischen weißen Kirchen mit blauen Dächern (Kuppeln) vorbei. Mehrmals blieb mir fast die Luft weg, als ich auf bis zu dreihundert Meter hohen, ganz steilen Felsen über dem blauen Meer stand und in eine der schönsten Landschaften der Welt sah. Auf Fotos, die Christin mit mir schoss, sieht das manchmal recht gefährlich aus. Ich bin ja gespannt, ob mein Freund Sascha über mich, „Tüte der kleine Bär auf Santorin“ etwas schreibt.
Das Wichtigste hätte ich fast vergessen: Griechischer Joghurt mit santoriner Honig. Für einen kleinen Bären ein wahrer Hochgenuss!

Wer es genauer wissen möchte: Der Vulkankrater bildet sich um den Vulkanschlot. Das, was aus einer eingestürzten Riesenhöhle (die der Vulkan vorübergehend schuf) übrig blieb, ist eine Caldera. Es ist dies die Landschaft aus Asche und Lava mit Felswänden als Begrenzung. Lag der Höhlenboden unter dem Meeresspiegel, dann liegt heute diese Caldera mehr oder weniger tief im Meer.