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Schweiz

Behauptet da etwa jemand, ich, Tüte der kleine Bär kann nicht Ski laufen? Ich habe Ski und Skistöcke für meine Größe und der Beweis dafür ist doch wohl mein Foto vor dem Matterhorn! Oder?

Iglus bauen ja eigentlich nur die Eskimos oder auch Inuit, wie sie heutzutage heißen (und das, obwohl den Begriff „Inuit“ in einigen Sprachen dieser Völker nicht gibt). Eine dieser Schneehütten aus dem Nordpolargebiet haben Wintersportler in die Alpen, mitten in mein Skigebiet gebaut. Natürlich musste ich nachsehen wie es im Iglu aussieht. Meine Ski, auf die ich richtig stolz bin, schnallte ich ab und ließ sie draußen stehen.

In der Schweiz in den Zentral-Alpen steht das 4478 Meter hohe Matterhorn. Viele sagen es ist der schönste Berg der Welt. Am meisten müssen das wohl die Japaner glauben. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie viele Japaner täglich das Matterhorn fotografieren.

Viele Bergsteiger und auch Klettertouristen erfüllen sich den Wunsch ihres Lebens; sie müssen unbedingt dort hinauf! Als kleiner Bär klettere ich ja auch gern, aber das wäre mir zu anstrengend, zu steil, zu hoch und zu kalt. Wenn es dort oben meine Lieblingsspeise – Honig – gäbe, vielleicht würde ich mir das dann noch mal überlegen.

Es gibt aber auch noch das kleine 3883 Meter hohe Matterhorn. Um hinauf zu kommen, muss man nicht klettern, das geht ganz einfach mit der höchsten Seilbahn Europas. Oben angekommen blieb mir trotz bequemer Seilbahn fast die Luft weg. Auf 3800 Metern Höhe ist die Luft schon ziemlich dünn und ich musste ganz ganz tief durchatmen!
Ich trat ein ins neue Restaurant auf dem kleinen Matterhorn. Drinnen saß Wolli. Wolli sah mich recht schräg an und grinste keck. Eigentlich gefiel mir Wolli, aber brauche ich einen kleinen Freund? Zwei große Freunde, Christin und Sascha, habe ich doch schon. Wolli beendete mein zögern. Er reichte mir ein Glas heiße Schokolade. Gute Idee bei fast 30 Grad Minus dachte ich mir. Wir stießen an und machen jetzt fast alles gemeinsam. Wolli guckt zwar immer etwas schräg aber wir verstehen uns prima, weil er genauso wenig spricht wie ich.

Gegenüber vom Matterhorn liegt der Gornergrat umrahmt von weißer glitzernder Gletscherpracht und 29 über 4000 Meter hohen Berggipfeln. Mein neuer Freund Wolli aus Zermatt kannte sich logischerweise sehr gut aus und fuhr mit mir in der Gornergratbahn auf den 3089 Meter hohen Gornergrat. War das spannend wie dieser Zug – eine Zahnradbahn – durch eine weiße Zauberlandschaft hinauf ins Hochgebirge kroch. An jeder Station stiegen Skiläufer ein, andere wieder aus um sich die unterschiedlich steilen rechts und links der Bahngleise hinunter zu stürzen; einige stürzten, dass der Schnee nur so stob.

Waren die vierzig Minuten Zugfahrt schon eines der überragendsten Erlebnisse, so ist die Gletscher- und Schneewelt rund um den Gornergrat einfach grandios. Ich, Tüte der kleine Bär fühlte mich hier in dieser mächtigen Natur aus Stein, Eis und Schnee noch viel kleiner. Wolli war stolz auf sein Zuhause und zeigte mir den wuchtigen Monte Rosa, eingerahmt von Gorner- und Grenzgletscher, den Liskamm, Castor und Pollux und das Breithorn. Ich war begeistert und sprachlos.

Christin und Sascha stiegen in ihre Skibindungen. Sie wollten rüber zur Sunnegaseite, zum Blauherd und Rothorn. Wolli, mich und meine Ski steckte Christin in ihren Rucksack, unsere Köpfe schauten natürlich oben heraus. Ab durch die Kelle. Das ist eine ganz schön steile schwarze Skipiste. Sascha fährt da immer hinunter, Christin auch, doch heute, mit mir und Wolli im Rucksack fuhr sie außen herum.